Impuls 8. Tag

Impuls 8. Tag vom Namen Christus Jesus

Jesu Fürbitte für alle Glaubenden: 17,20–26

20 Aber ich bitte nicht nur für diese hier, sondern auch für alle, die durch ihr Wort an mich glauben. 

21 Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast. 

22 Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast; denn sie sollen eins sein, wie wir eins sind, 

23 ich in ihnen und du in mir. So sollen sie vollendet sein in der Einheit, damit die Welt erkennt, dass du mich gesandt hast und die Meinen ebenso geliebt hast wie mich.  

24 Vater, ich will, dass alle, die du mir gegeben hast, dort bei mir sind, wo ich bin. Sie sollen meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast, weil du mich schon geliebt hast vor der Erschaffung der Welt. 

25 Gerechter Vater, die Welt hat dich nicht erkannt, ich aber habe dich erkannt und sie haben erkannt, dass du mich gesandt hast. 

26 Ich habe ihnen deinen Namen bekannt gemacht und werde ihn bekannt machen, damit die Liebe, mit der du mich geliebt hast, in ihnen ist und damit ich in ihnen bin. 

 


 

Gedanken zum Text

Was Jesus in diesen Worten sagen möchte ist das Eins werden. Das Einssein des Vaters mit dem Sohn und jeder der Christus annimmt wird eins mit dem Vater.  Eine Erklärung dafür gefällt mir gut: Es genügt nicht dass wir Nachfolgen, dass wir einfach nachgehen. Jesus möchte, dass wir unsere Unabhängigkeit aufgeben und IHN aufnehmen, damit er mit dem Vater bei uns einziehen kann. 

Ein Beispiel gibt uns der Apostel Paulus,  seine Wandlung vom Saulus zum Paulus:

Vor seiner Wandlung war er durch und durch Pharisäer treu dem jüdischen Glauben, fest davon überzeugt, dass das Gesetz und die Einhaltung der Gesetze über alles stehen und jeder der dies bedroht, bedrohte auch ihn gleichzeitig.

Viele damals (auch heute) glauben, Gott ist in der Schriftrolle, wenn man die über 600 Gesetze und Normen erfüllt, dann hat man Gott. In dieser Absicht und Haltung hat er auch die Christen verfolgt, sie waren eine Bedrohung für seinen Glauben. Die Christen waren gleichzeitig die Repräsentanz Jesu, die Gegenwärtigkeit Jesu. Wir kennen seine Wandlung; er stürzt zu Boden und hört ein Rufen: Saulus, Saulus, warum verfolgst du mich. Hier hören wir die Identifikation mit seinen Jüngern: Ich bin in euch und ihr seid in mir. Und das haut Saulus auch seelisch um, so sehr, dass er sich ein paar Tage nicht auskennt und erblindet. In Damaskus erholt er sich und wird ganz Paulus, ganz Christ. Lässt die Schriftrolle und das Gesetz und nimmt ganz Christus auf . Bis er später sagen wird: “… nicht mehr ich lebe sondern Christus lebt in mir.”

Paulus ist oder kann uns sehr nahe sein, denn er ist uns ähnlich, er hat nie Christus näher kennengelernt, zumindest ist es nirgends beschrieben. Er erfährt ihn durch andere und dann selbst vor Damaskus.

Übung:

Der Name Christus Jesus führt uns zu Jesus Christus. Er ist wie ein Blickkontakt, wie der Blick des Petrus während des Wasserganges, solange Petrus diesen Blick hat, geht er nicht unter. Das Schauen auf Christus hält ihn an der Wasseroberfläche. Das tun auch wir; wir wiederholen, Christus Jesus, bis wir ihn tief in unserem Herzen hören. Er wirkt und ist anwesend in uns, auch wenn es eine Zeit ohne Gefühle gibt.

Das Atmen seines Namens ist keine Bitte, es ist ein schlichter Blickkontakt.

Der Name Christus Jesus ist aber kein Mittel zum Zweck oder Magie. Es ist nicht so, dass wir durch das Atmen des Namens automatisch, Sammlung, Ruhe oder Wachheit bekommen. Es ist so: Wir begegnen IHN in seinem Namen, IHN und nicht IHN durch seinen Namen. Christus beim Einatmen und Jesus beim Ausatmen. Christus – Jesus, Christus – Jesus: Er ist da und wir setzen uns dazu. In diesem Sinne bitte ich Dich, wenn du bereit dafür bist, heute, mind 4 Einheiten zu meditieren: Christus beim Einatmen und Jesus beim Ausatmen.