Impuls 1. Woche Mittwoch

Impuls 1. Fastenwoche

Ein herzliches Grüß Gott, liebe Pilger !

Ich möchte meinen ersten Impuls mit einem Vers aus dem Buch Jesaja beginnen, der lautet:

 

1 Jetzt aber – so spricht der Herr, der dich geschaffen hat, Jakob, und der dich geformt hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich ausgelöst, ich habe dich beim Namen gerufen, du gehörst mir.  (Jes 43,1)

Diesen Worten werden wir noch am Freitag begegnen im Video über die erste Folge mit dem Titel ich habe dich bei deinem Namen gerufen:

Bevor die Jünger mit Jesus in Berührung gekommen sind, oder er sie berührt hat, äußerlich oder innerlich, hatte keiner von den “Chosen”, von den Erwählten, von den Aposteln, von den Jüngern und Jüngerinnen ein wirklich tolles Leben. Da waren die unbeherrschten, forschen Fischer. Daneben ein frommer, hochnäsigen Führer der religiösen Elite, dann ein schmieriger Steuereintreiber und eine von Dämonen besessene Frau. Viele von ihnen waren am Tiefpunkt ihres Lebens; finanzielle existenzielle Not, soziale – gesellschaftliche Ausgrenzung und psychische und körperliche Erschöpfung und Ausweglosigkeit im Leben. Mitten in ihrem “Vorher” kommen sie mit Jesus in Berührung.

In dieser Woche blicken wir auf eine Frau die an ihrer Besessenheit und Lebenslage verzweifelt und vor dem Abgrund steht.

Die Worte vom Buch Jesja, die wir am Anfang gehört haben,  gelten nicht nur für das Volk Israel, sondern für jeden und jede die sich angesprochen fühlt auch für dich und mich. Wir erleben wie diese Maria bei ihrem Namen gerufen ist und wird. Ihre Zerrissenheit ändert nichts an seinem Plan: du bist meine geliebte Tochter, mein geliebter Sohn. Unseren Wert erhalten wir von dem, zu dem wir gehören.

Wir müssen also keine Angst haben. – Fürchte dich nicht, Gott kann dein Leben zum Guten wenden. Fürchte dich nicht, Gott kann dein Herz, deinen Körper, deine Beziehungen heilen. Fürchte dich nicht, du wurdest für mehr geschaffen als, das, was du bisher erlebt hast. Keiner hatte ein tolles Vorleben, schon gar nicht Maria Magdalena. Die Frau die so unbedeutend für die Welt war, war für Jesus so wertvoll, dass er ihr als erste Person nach der Auferstehung begegnete. Die Erste, die seine feine Stimme vernahm und die erste Zeugin des Christus.

Ein zweiter Aspekt: Befreiung

Gute Argumente befreien uns von Verwirrung und Unschlüssigkeit. Die Zeit, befreit uns von der Vergangenheit. Befreiung ist auch ein fortlaufender Prozess und ereignet sich unterschiedlich. Befreiung von traumatisierenden Ereignissen bis hin zu gewohnten Situationen.

Bei Maria Magdalena bekommt das Wort Befreiung seine volle Bedeutung. Maria die bis dahin ständig von Dunkelheit verfolgt und gequält worden war (Lk 8,2), wurde nun von Jesus erleuchtet. Jesus hat sie vom Tod befreit, sie war eine der wenigen die ihn dann bis zu seinem Tod begleitet hat. Maria die eine unendliche Dankbarkeit verspürte, die in unserem Evangeliumstext in dieser Woche zum Ausdruck kommt, sie fühlte sich wirklich ihm gehörig. Du gehörst mir. Ich habe dich bei deinem Namen gerufen. An ihrem Schicksal können wir das gut nachvollziehen. Jesus sucht diese Frau auf und ruft sie bei ihren Namen. Der auferstandene Christus erscheint dieser hingebungsvollen Frau. Obwohl wir so wenig über sie wissen, kannte er sie. Und ruft Sie auch beim leeren Grab beim Namen. Maria, Magdalena ist die erste Person, die die wichtigste Botschaft in der Menschheitsgeschichte überbringt: Er ist auferstanden!

 

Möchte Euch nun einige Überlegungen mitgeben:

Überlegenswert:

+ Wir wirkt diese Stelle von Jesaja 43, 1 auf dich?

 

+ Kennst du in deinem Leben ein “Vorher” und wenn ja, für welche dieser Befreiungen bist du sehr sehr dankbar?